Ein langes Jahr geht zu Ende, in dem viel passiert ist – Zugegebenermaßen nicht auf dem Social Media Kanälen der EWA oder hier in der Blogabteilung. Sorry! Nein, stattdessen ist privat bei uns Allen ziemlich viel passiert. Von Hauskauf inklusive einem Berg Renovierungsarbeiten über Arbeitsplatzwechsel bis hin zu einer kompletten Selbstständigkeit haben wir alle gemerkt, dass das Leben einfach viel mehr Platz einnimmt, als wir alle gedacht haben. Und so sind Projektideen zum Erliegen gekommen, Aufgaben wurden nur noch als Pflicht gesehen und nicht mehr mit Leidenschaft und Elan durchgeführt und insgesamt wurde die Stimmung immer Träger. So hatten wir uns das alle nicht vorgestellt. Und weil wir dennoch mit Feuereifer im Herzen an das Konzept der EWA glauben, war klar:
Wir müssen etwas tun.

Treffen und Wanderungen 2026
Was in diesem Jahr leider fast komplett auf der Strecke geblieben ist, war genau das, was mir persönlich immer besonders wichtig war: Begegnungen.
Es hat 2025 keine einzige offizielle Wanderung und kein gemeinsames Treffen gegeben. Und das, obwohl ich wirklich Lust darauf gehabt hätte, neue und altbekannte Menschen aus der Community zu treffen. Vereinzelt ist das bei mir im Privaten auch passiert – eher spontan und im kleinen Rahmen – aber die Organisation größerer Treffen war im Trubel dieses Jahres schlicht zu viel. Rückblickend finde ich das ehrlich gesagt ziemlich schade und auch ein wenig frustrierend, denn während Wolfhunde meine große Liebe sind, ist Wolfhundemenschen treffen eine meiner liebsten Hobbies. Genau deshalb ist eines der Dinge, auf die ich mich für 2026 am meisten freue: Wir wollen das nachholen.
Geplant sind aktuell mindestens ein Treffen im Raum Wien, eines in NRW und eines in Hessen. Gemeinsames Laufen, Reden, Kennenlernen. Ich merke jetzt schon, wie sehr mir das gefehlt hat – und freue mich wirklich auf euch!
Anpassung der Ethikleitlinien
Parallel dazu haben wir uns inhaltlich noch einmal grundlegend mit unseren Strukturen auseinandergesetzt. Ein wichtiger Schritt war die Anpassung unserer Ethikleitlinien. Ethikleitlinien und Zuchtordnung sind nun klar voneinander getrennt. Das ist ein sehr bewusster Schritt, der auf ein paar Situationen basiert, die mir immer noch Kopfschmerzen bereiten. Die Trennung ermöglicht es Menschen, Mitglied der EWA zu sein, unsere Ressourcen zu nutzen, etwa die Datenbank oder Informationen zu Gesundheit und Zucht, und dennoch Würfe außerhalb der EWA zu machen, ohne dass wir in die Situation kommen, verwarnen oder bewerten zu müssen. Denn genau das wollen wir nicht. Wir wollen niemanden richten, wir wollen helfen, Wissen teilen und Austausch ermöglichen, damit Zuchtinteressierte und Züchter einen Ort haben, an dem sie alle nötigen Informationen gebündelt finden. Und das funktioniert nur, wenn die Tür offensteht – für alle, die lernen möchten, sich reflektieren wollen und bereit sind, sich mit allem rund ums Thema Zucht und Zuchtethik auseinanderzusetzen, unabhängig von Vereinszugehörigkeiten oder formalen Rahmen.

Änderungen rund um die Zucht
In diesem Zusammenhang haben wir auch unsere Zuchtordnung überarbeitet. Sie ist deutlich gekürzt und vereinfacht worden und konzentriert sich nun auf die wirklich zentralen Punkte. Gleichzeitig haben wir entschieden, das Zuchtkomitee in seiner beratenden Rolle vorübergehend zu schließen.
Das bedeutet nicht, dass Zucht innerhalb der EWA nicht mehr möglich ist. Zuchtzulassungen können weiterhin beantragt werden, Züchter können ihre Zuchtstätten und ihre Würfe weiterhin registrieren, Webinare stehen nach wie vor zur Verfügung. Kurzgesagt: Die grundsätzlichen Strukturen bleiben bestehen. Was wir jedoch zurückfahren, ist die allgemeine, dauerhafte Beratungsfunktion, die in der bisherigen Form zeitlich und organisatorisch nicht ausreichend und zu unserer Zufriedenheit leistbar war.
Betonung liegt hier auch auf vorübergehend, denn wenn das nächste Jahr ein wenig den Fuß vom Gas nimmt, was Veränderungen angeht, und uns vielleicht noch ein paar motivierte Menschen anspült, dann wird es sofort wieder geöffnet.
Änderungen rund um den Vorstand
Mit dieser Entscheidung geht auch eine Anpassung im Vorstand einher.
Durch die Schließung des Zuchtkomitees entfällt zunächst der erweiterte Vorstand. Aber nicht nur dort gibt es Bewegung: Auch im Vorstand selbst wird sich etwas verändern. Das ist eine Entwicklung, die wir nicht spontan, sondern über längere Zeit hinweg vorbereitet haben. Ich persönlich freue mich sehr darauf, ein wenig neuen Wind in die Bude zu bekommen. Mehr zu unserem zukünftigen Vorstand wird es dann im Januar geben!
Uns ist bewusst, dass all das viele Veränderungen auf einmal sind. Aber sie sind definitiv notwendig und erlauben Platz für Neues.
Mit mehr Klarheit, realistischeren Strukturen und dem festen Willen, wieder mehr Raum für Austausch, Begegnung und Gemeinschaft zu schaffen, blicken wir motiviert auf das kommende Jahr.
Dementsprechend: Bye 2025. Hi 2026. Ich freu mich auf dich!
Fabienne





